Verdauungsprobleme

Viele Hunde haben Probleme mit der Verdauung. Die Ursache einer solchen Störung, die oft Monate oder Jahre zurückliegt und deshalb nur noch schwer als solche erkannt wird, ist in den meisten Fällen falsche Ernährung.

Der Vermittler der Nährstoffe und Vitalstoffe ist der Darm mit seiner extrem hohen Anzahl an Darmbakterien, die ganz unterschiedliche Aufgaben erfüllen müssen.

Vom Schutz vor Infektionen mit krankmachenden Bakterien, Pilzen oder auch Viren angefangen, über die Verdauungshilfen bis zur Produktion von lebenswichtigen Vitaminen.

Seit Jahren wird den Hundehaltern suggeriert, dass sie ihren Hund mit einem Alleinfutter richtig und vollständig ernähren können und dass Zusätze nicht erforderlich seien. Eine solche Fütterung ist für den Halter bequem. Vor allem wenn er dabei ein ruhiges Gewissen hat.

Diese Art der Ernährung geht aber am Bedarf des Hundes, der ja immer noch ein verkleideter Wolf ist, völlig vorbei. Die Ernährung des Wolfes mit ihrer ganzen Vielfalt sollte in jedem Falle, auch bei kleinen Rassen, das Vorbild für die Fütterung jedes Hundes sein. Abgesehen davon würde auch wohl niemand sein Kind nur mit Fertiggerichten oder Tütensuppen ernähren wollen.

Schon die natürlichen individuellen Unterschiede zeigen uns, dass der Bedarf an verschiedenen lebenswichtigen Stoffen von Tier zu Tier verschieden ist, nicht anders als bei uns Menschen auch. Das kann man mit einem einzigen Futter gar nicht leisten. Jedes Lebewesen hat ein individuelles ererbtes Enzymsystem, das darüber entscheidet, wie gut und wie schnell bestimmte Stoffe aus der Nahrung verwertet und zu körpereigenen umgebildet werden können. Daraus folgt eben auch ein unterschiedlicher Bedarf.

Diese Verschiedenheit ist oft am besten zu verstehen wenn man sie sich an einem allseits Beispiel verdeutlicht. Alle Säugetierjunge bekommen Milch. Der darin enthaltene Milchzucker, die Laktose, kann von den Säuglingen problemlos verdaut und als Energiequelle genutzt werden. Dafür verantwortlich ist das Enzym Laktase, das im Magen gebildet wird. Die Produktion dieses Enzyms wird nach der Säuglingszeit normalerweise eingestellt. Bekommt ein erwachsener Hund Milch hat das deshalb häufig Durchfall als Folge. Bei Katzen ist das genauso. Bei Menschen kann man unterscheiden zwischen einer kleinen Gruppe von Europäern, die Milchzucker auch als Erwachsene noch verdauen können und einer sehr großen Gruppe zu der alle Asiaten und Schwarzhäutigen zählen. Die können das nicht mehr und nehmen deshalb nur gesäuerte Milch zu sich. Darin ist der Milchzucker von Bakterien in Milchsäure umgewandelt worden.

Zu den Unterschieden, die mehr oder weniger schon beim Wolf angelegt sind, kommen noch weitere
als Folge der Domestikation hinzu.

Das Verdauungssystem der Hunde hat sich den veränderten Umständen, also dem Leben bei uns Menschen, in einem erheblichen Maße angepasst.

Deshalb reagiert auch nicht alle Hunde in gleichem Maße auf ein bestimmtes Futter. Und auch der Bedarf ist dementsprechend verschieden. Oft gilt das ganz besonders für die verschiedenen Rassen. Bei der Rassebildung wird ja konsequent auf bestimmte Fähigkeiten, inzwischen oft auch nur auf äußere Merkmale hin selektiert. Dabei nimmt man keine Rücksicht auf die Fähigkeiten des Enzymsystems. Übrigens meist auch nicht auf die des Immunsystems.  

Bei der optimalen Ernährung eines Hundes geht es immer um Vielfalt der Futterkomponenten einerseits, und ein individuelles Angebot andererseits.
Richtig zu füttern setzt einen Lernprozess voraus. Jede Hundehalterin, jeder Hundehalter sollte sich Sachkundig machen und testen, was sein Hund  braucht und was ihm am besten bekommt.
Ist die Zusammensetzung der Nahrung falsch, führt das immer zu Verdauungsproblemen. Besonders häufig zu Durchfällen. Anhaltende Durchfälle, aber auch ständig zu weicher Kot weisen auf eine gestörte Darmflora hin.
Daraus resultieren erhebliche Folgeschäden. Vor allem bedingt durch die mangelhalfte Aufnahme der Nährstoffe und Vitalstoffe über die Darmschleimhaut und den gestörten Wasserhaushalt.

Ziel muss es sein, durch eine veränderte und optimierte Fütterung, vor allem mit viel Gemüse und Kräutern die richtige Besiedlung der Darmschleimhaut anzuregen.

Zur Regulierung der Darmflora sind Behandlungen mit Antibiotika meistens ungeeignet. Sie stören ja erneut das Bakteriengefüge und vernichten ungezielt eine riesige Anzahl von Bakterien. Sehr schnell sind das hunderte Milliarden. Und nicht nur die krankmachenden.

Eine solche Behandlung ist aber sicher dann an den Anfang zu stellen, wenn eindeutig ein die Darmschleimhaut beherrschender Krankheitskeim diagnostiziert wurde. Dann muss aber das richtige Antibiotikum eingesetzt werden. Das erfordert einen Resistenztest. Andernfalls kann es passieren dass nur eine Zerstörung der erwünschten Darmflora geschieht und dazu noch weitere gefährliche Nebenwirkungen auftreten. Der zu bekämpfende Erreger wird aber wegen seiner Resistenz gar nicht erreicht wird. Der kann sich dann ungehindert weiter vermehren während die gesunde Darmflora zerstört wird. Die Folgen sind katastrophal. Häufig genug ist genau das passiert.

Den Darm kann man mit feingemahlenem Montmorillonit, einem Tonmaterial, das aus vulkanischen Aschen entstanden ist, entlasten und die Darmflora damit unterstützen. Montmorillonit hat eine riesige Oberfläche, ähnlich der Aktivkohle, an der Bakterien und Gifte gebunden werden. Die können dann nicht mehr wirksam werden.

Ähnlich wirkt auch die Galakturonsäure. Sie bietet den Bakterien Andockstellen an denen sie sich festhalten können anstatt sich an der Darmschleimhaut anzuheften. In der netzartigen Struktur der Galakturonsäuremoleküle werden auch Bakteriengifte und andere Giftstoffe gebunden. Das entlastet den Darm erheblich.

Für Welpen mit Durchfall ist Kolsal-Kolostrum-Extrakt unentbehrlich. Darin enthalten sind Antikörper des Typs A, die vor allem im Darm wirken und den Aufbau der erwünschten Darmflora unterstützen.

 

Galakturonsäuren sind in „Garon forte" enthalten

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